Abbildung 1: Im Zuge des Projektes bearbeitete Publikationen aus dem Bestand der Bibliothek des IGdJ (Quelle: Chantal Maria Reißel | Bibliothek des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden)
Bibliothekskataloge sind für die Forschung unverzichtbare Werkzeuge. Doch ihre Qualität hängt maßgeblich davon ab, wie gut die Bestände inhaltlich erschlossen sind. Hier setzt das Praxisprojekt an, das in Kooperation mit der Bibliothek des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ) in Hamburg durchgeführt wurde. Ziel war die Verbesserung der verbalen Inhaltserschließung von Publikationen zum Themengebiet „Kunsthandwerk“ durch die Anreicherung der Katalogisate mit den normierten Begriffen der Gemeinsamen Normdatei (GND).
Die spezialisierten Kompetenzen in Institutsbibliotheken als Schnittstellen zwischen Fachwissenschaftlern und Studierenden gezielt zu nutzen, war Ziel dieses MALIS-Praxisprojektes. Es wurde gezeigt, wie auch mit geringen personellen und finanziellen Mitteln ein Konzept zur Förderung der Informationskompetenz erstellt werden kann, das an die Bedürfnisse eines kleinen Institutes, des Instituts für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen, angepasst und mithilfe der Institutsbibliothek umgesetzt werden kann.
Umfrageergebnis zu den Defiziten der Studierenden nach Bereichen. Es haben sich 17 Lehrende (81%) an der Befragung beteiligt
Während in einschichtigen Bibliothekssystemen die Fachreferenten für die Vermittlung von Informationskompetenz in den einzelnen Fachbereichen zuständig sind, werden diese Aufgaben im zweischichtigen System häufig von den Institutsbibliotheken direkt in Zusammenarbeit mit den Instituten erfüllt. Diese Stellung einer ‚embedded library‘ können Institutsbibliotheken insbesondere beim Thema Förderung von Informationskompetenz nutzen.