{"id":295,"date":"2015-06-12T12:18:42","date_gmt":"2015-06-12T12:18:42","guid":{"rendered":"http:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/?p=295"},"modified":"2016-03-08T20:50:25","modified_gmt":"2016-03-08T20:50:25","slug":"jimi-nam-osterkamp-vorarbeiten-zur-re-katalogisierung-der-altkoreanica-aus-der-sammlung-der-bibliothek-der-fakultaet-fuer-ostasienwissenschaften-ruhr-universitaet-bochum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/jimi-nam-osterkamp-vorarbeiten-zur-re-katalogisierung-der-altkoreanica-aus-der-sammlung-der-bibliothek-der-fakultaet-fuer-ostasienwissenschaften-ruhr-universitaet-bochum\/","title":{"rendered":"(Re-)Katalogisierung der Altkoreanica aus der Sammlung der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum"},"content":{"rendered":"<h4>von Jimi Nam-Osterkamp<\/h4>\n<figure id=\"attachment_312\" aria-describedby=\"caption-attachment-312\" style=\"width: 164px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/malisprojekte.web.fh-koeln.de\/wordpress\/jimi-nam-osterkamp-vorarbeiten-zur-re-katalogisierung-der-altkoreanica-aus-der-sammlung-der-bibliothek-der-fakultaet-fuer-ostasienwissenschaften-ruhr-universitaet-bochum\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-312 size-medium\" src=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Abb8-164x300.jpg\" alt=\"Kolophon des Samun s\u014fnghwi (Dff 20) mit Angabe des Druckjahres und -ortes auf eigener Seite am Werksende\" width=\"164\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Abb8-164x300.jpg 164w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Abb8.jpg 190w\" sizes=\"auto, (max-width: 164px) 100vw, 164px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-312\" class=\"wp-caption-text\">Kolophon des &#8222;Samun s\u014fnghwi&#8220; (Dff 20) mit Angabe des Druckjahres und -ortes auf eigener Seite am Werksende (Foto: Ruhr-Universit\u00e4t)<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Altkoreanica-Sammlung der Bibliothek der Fakult\u00e4t f\u00fcr Ostasienwissenschaften, Ruhr-Universit\u00e4t Bochum, handelt es sich um 35 Werke in 100 B\u00e4nden, die aus dem fr\u00fchen 18. bis fr\u00fchen 20. Jh. stammen. Meistenteils wurden sie in den 1960er Jahren zwar inventarisiert, jedoch nur mit einer angesichts der relativen Seltenheit der Werke unan\u00adge\u00admessen knappen, zumeist unvollst\u00e4ndigen Beschreibung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Rahmen des MALIS-Projektes (Betreuerin: Prof. Margarete Payer) wird entsprechend die Erst- bzw. teils Neukatalogisierung dieser Altkoreanica nach heutigen Standards angestrebt. Hierzu wird zuerst der Problemkomplex alter koreanischer Drucke hinsichtlich der Formalkatalogisierung erschlossen sowie eine vergleichende Analyse internationaler Praxisbeispiele durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben einem regul\u00e4ren Bestand von etwa 220.000 B\u00e4nden verf\u00fcgt die Bibliothek der Fakult\u00e4t f\u00fcr Ostasienwissenschaften der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum \u00fcber mehrere Sondersammlungen von teils hohem wissenschaftlichem Wert \u2013 hierhin geh\u00f6rt vor allem der Teilnachlass des bedeutenden Arztes und Japanreisenden Philipp Franz von Siebold (1796\u20131866) sowie seines Sohnes Alexander (1846\u20131911) \u2013, teilweise zumindest von Seltenheitswert. Letzteres gilt praktisch f\u00fcr alle Sammlungen vormoderner Drucke und Handschriften aus japanischer, koreanischer und mandjurisch-chinesischer Provenienz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Altkoreanica-Sammlung der Bibliothek ist vergleichsweise klein. Es handelt sich um 35 Werke in 100 B\u00e4nden in gedruckter bzw. bei sieben Titeln auch handschriftlicher Form, die gr\u00f6\u00dftenteils im Jahr 1966 erworben wurden und gesondert in einem Archivraum aufbewahrt werden. Sie entsprechen der Definition der \u201eold and rare books\u201c der <em>Korean Cataloguing Rules<\/em> (2003; kurz KCR 4): D.h. sie sind vor 1910 erschienen und in traditioneller Weise gebunden. I.d.R. werden sp\u00e4tere Werke, die ebenfalls in traditioneller Weise gebunden sind, analog behandelt (was auf sechs von 28 Drucken der Bochumer Sammlung zutrifft). Konkret stammen die hier behandelten Drucke \u2013 soweit dies bisher \u00fcberhaupt ermittelbar war \u2013 aus dem fr\u00fchen 18. bis fr\u00fchen 20. Jahrhundert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die meisten St\u00fccke der Sammlung wurden Ende der 1960er Jahre inventarisiert und mit einer angesichts der Seltenheit der Werke unangemessen knappen, zumeist unvollst\u00e4ndigen sowie teils fehlerhaften Beschreibung in den damaligen Zettelkatalog aufgenommen. Im Rahmen des MALIS-Projektes wurde entsprechend die Erst- bzw. teilweise Neukatalogisierung der Altkoreanica angestrebt. Der Schwerpunkt lag vorerst darauf, den Problemkomplex alter koreanischer Drucke, der sich bei der Formalkatalogisierung ergibt, zu erarbeiten sowie eine vergleichende Analyse internationaler Praxisbeispiele durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zur Problematik der Katalogisierung von Altkoreanica<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_303\" aria-describedby=\"caption-attachment-303\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Bsp.-bild-2-innen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-303 size-medium\" src=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Bsp.-bild-2-innen-300x255.jpg\" alt=\"Umschlagsinnenseite des \u014ej\u014fng Kyujang ch\u014fnun: Schenkungsnotiz aus dem Jahr 1862 (rechts), erste Seite mit dem Siegel der k\u00f6niglichen Bibliothek Koreas (links)\" width=\"300\" height=\"255\" srcset=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Bsp.-bild-2-innen-300x255.jpg 300w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Bsp.-bild-2-innen-1024x872.jpg 1024w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Bsp.-bild-2-innen-619x527.jpg 619w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Bsp.-bild-2-innen.jpg 1773w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-303\" class=\"wp-caption-text\">Umschlagsinnenseite des &#8222;\u014ej\u014fng Kyujang ch\u014fnun&#8220;: Schenkungsnotiz aus dem Jahr 1862 (rechts), erste Seite mit dem Siegel der k\u00f6niglichen Bibliothek Koreas (links). (Foto: Ruhr-Universit\u00e4t)<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Problemkomplex, der sich einem bei der Formalerschlie\u00dfung alter koreanischer Drucke stellt, l\u00e4sst sich in zwei Punkten zusammenzufassen: Zum einen handelt es sich um im Material inh\u00e4rente Probleme, d.h. also um allgemeine Charakteristika alter Drucke; zum anderen kommt der Umstand hinzu, dass die deutschen Praxisregeln f\u00fcr die Erschlie\u00dfung alter Drucke aus dem ostasiatischem Raum nicht ausreichend sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Katalogisierung stellen sich verschiedene Herausforderungen, die vielf\u00e4ltige Kenntnisse erfordern. Gedruckte koreanische B\u00fccher bis zum 19. Jh. wurden \u00fcberwiegend in klassischer chinesischer Sprache verfasst. W\u00e4hrend der Haupttext i.d.R. in Blockschrift (ch. <em>kaishu<\/em>) gedruckt ist, die auch der heutigen Druckform im Wesentlichen entspricht und somit vergleichsweise leicht im Umgang ist, verwenden alte Drucke besonders f\u00fcr Paratexte (wie Titelbl\u00e4tter, Vor- und Nachworte oder auch Siegel) nicht selten eine vom Haupttext abweichende Schriftart.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiterhin sind explizite Druckangaben bei solchen alten Drucken generell eher selten vorzufinden und werfen oft auch neue Probleme auf, beispielsweise bei Datierungen. Letztlich ist auch ein gro\u00dfes Ma\u00df an Variation hinsichtlich der Titelformen, aber auch der Personennamen gegeben, so dass Eindeutigkeit hier nicht immer leicht zu erreichen ist. Hingegen liefern bspw. die Drucktechnik, die Bindungsart, die Textgestaltung usw. wertvolle Hinweise, um unterschiedliche Ausgaben eines Werkes voneinander zu unterscheiden und so pr\u00e4zise zu identifizieren. Vor diesem Hintergrund wurde eine kurze Darstellung \u00fcber den typischen Aufbau sowie die Charakteristika alter koreanischer Drucke in den Projektbericht aufgenommen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_336\" aria-describedby=\"caption-attachment-336\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Tabelle_neu.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-336 size-medium\" src=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Tabelle_neu-300x198.jpg\" alt=\"Microsoft Word - Typischer Aufbau eines Heftes bei alten koreani\" width=\"300\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Tabelle_neu-300x198.jpg 300w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Tabelle_neu-1024x674.jpg 1024w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Tabelle_neu-619x408.jpg 619w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Tabelle_neu.jpg 1203w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-336\" class=\"wp-caption-text\">Typischer Aufbau eines Heftes bei alten koreanischen Drucken. (Tabelle: Autorin)<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Analyse von Praxisbeispielen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anhand einer Stichprobe von Aufnahmen vor allem von koreanischen und US-amerikanischen Bibliotheken wurden in diesem Projekt Praxisbeispiele analysiert. Hierbei werden auf der Grundlage der KCR 4 einige relevante Punkte dargestellt, bei denen Unterschiede in der Formalerschlie\u00dfung alter Drucke festzustellen sind. Im Wesentlichen betrifft dies die Bereiche der Sachtitel- und Verfasserangabe, des Ausgabe- und Erscheinungsvermerks sowie der physischen Beschreibung.<\/p>\n<figure id=\"attachment_308\" aria-describedby=\"caption-attachment-308\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Abb5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-308 size-medium\" src=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Abb5-300x225.jpg\" alt=\"Titelblatt des Chungj\u014fng Pangyak happ\u2019y\u014fn (Dfq 1) in Kanzleischrift mit leicht kursiven Zus\u00e4tzen.\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Abb5-300x225.jpg 300w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Abb5-619x465.jpg 619w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Abb5.jpg 830w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-308\" class=\"wp-caption-text\">Titelblatt des &#8222;Chungj\u014fng Pangyak happ\u2019y\u014fn&#8220; (Dfq 1) in Kanzleischrift mit leicht kursiven Zus\u00e4tzen. (Foto: Ruhr-Universit\u00e4t)<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">An verschiedenen US-amerikanischen Universit\u00e4ten (betrachtet wurden hier vor allem Berkeley, Columbia, Harvard und Yale) wurden in den letzten Jahren mehrere Digitalisierungs- und Erschlie\u00dfungsprojekte f\u00fcr alte koreanische Drucke mit Beteiligung von Fachkr\u00e4ften aus Korea durchgef\u00fchrt. Die Datenqualit\u00e4t der Katalogisate ist hier entsprechend hoch, die Formalerschlie\u00dfung erfolgt im Gro\u00dfen und Ganzen einheitlich. Zu beobachten ist hier, dass sich die Beschreibung der Werke hinsichtlich der Terminologie nach KCR 4 bzw. KORMARC richtet, im Detail angepasst an das jeweilige Regelwerk (AACR 2 bzw. ISBD).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da allerdings auch in den USA noch keine expliziten Richtlinien f\u00fcr die Katalogisierung alter koreanischer Drucke existieren, findet man erwartungsgem\u00e4\u00df auch unterschiedliche Ansetzungsformen. Beispielsweise sind hinsichtlich der Transkription und Originalschriftlichkeit unterschiedliche Ans\u00e4tze zu sehen, so dass hier noch Bedarf nach Vereinheitlichung besteht. F\u00fcr die Haupteintragungen wird durchgehend die sogenannte McCune-Reischauer-Umschrift (die im Wissenschaftsbereich g\u00e4ngigste Umschrift f\u00fcr die koreanische Sprache; siehe hierzu beispielsweise <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/McCune%E2%80%93Reischauer\">http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/McCune%E2%80%93Reischauer<\/a>) verwendet, in Einzelf\u00e4llen findet sich eine Wiedergabe in koreanischer Schrift oder in der revidierten Romanisierung S\u00fcdkoreas aus dem Jahr 2000 als zus\u00e4tzliche Nebeneintragung. Auch die Angaben im Bereich des Ausgabe- und Erscheinungsvermerks fallen unterschiedlich aus. Die Beschreibung der Seitenstruktur, die als wichtiges Charakteristikum alter Drucke anzusehen ist, findet man im Falle der \u00fcberpr\u00fcften Universit\u00e4ten durchgehend nur im Bereich der Fu\u00dfnoten, w\u00e4hrend sie in Korea einen zentralen Teil der physischen Beschreibung ausmacht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_310\" aria-describedby=\"caption-attachment-310\" style=\"width: 194px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Abb4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-310 size-medium\" src=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Abb4-194x300.jpg\" alt=\"Titelblatt des Ch\u014fng\u016dm t\u2019ongs\u014fk (Dff 26) mit Angabe des Druckjahres- und ortes in Siegelschrift unten rechts bzw. links\" width=\"194\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Abb4-194x300.jpg 194w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Abb4.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 194px) 100vw, 194px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-310\" class=\"wp-caption-text\">Titelblatt des &#8222;Ch\u014fng\u016dm t\u2019ongs\u014fk&#8220; (Dff 26) mit Angabe des Druckjahres und -ortes in Siegelschrift unten rechts bzw. links. (Foto: Ruhr-Universit\u00e4t)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass die bisher vorhandenen <em>Praxisregeln zur CJK-Erfassung<\/em> f\u00fcr den Bereich jenseits des modernen Publikationswesens Ostasiens nicht hinreichend sind, liegt auf der Hand. Ein Blick auf neuere Katalogisate vormoderner auch etwa chinesischer oder japanischer Werke in Deutschland und die vielen Diskrepanzen, die hier zu beobachten sind, zeigt ferner, dass die Gesamtproblematik sich auf einen weitaus gr\u00f6\u00dferen Bereich als nur den hier unmittelbar relevanten erstreckt, also \u00fcber Korea hinaus geht. F\u00fcr die Zukunft w\u00e4re es somit w\u00fcnschenswert, wenn sich verbund\u00fcbergreifend eine Diskussion \u00fcber die Formalerschlie\u00dfung alter Drucke und Handschriften aus dem ostasiatischen Raum insgesamt ansto\u00dfen lie\u00dfe, so dass auch f\u00fcr diesen recht speziellen Bereich Mindeststandards und eine m\u00f6glichst einheitliche wie international anschlussf\u00e4hige Herangehensweise festgelegt werden k\u00f6nnen. Dabei erscheint es sinnvoll, u.a. auch die Ansetzungen der genannten Universit\u00e4ten als Beispiele mit entsprechender Qualit\u00e4t und Quantit\u00e4t in Betracht zu ziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/jim-nam-osterkamp\/\">Autorenprofil<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Jimi Nam-Osterkamp Bei der Altkoreanica-Sammlung der Bibliothek der Fakult\u00e4t f\u00fcr Ostasienwissenschaften, Ruhr-Universit\u00e4t Bochum, handelt es sich um 35 Werke in 100 B\u00e4nden, die aus dem fr\u00fchen 18. bis fr\u00fchen 20. Jh. stammen. Meistenteils wurden sie in den 1960er Jahren zwar inventarisiert, jedoch nur mit einer angesichts der relativen Seltenheit der Werke unan\u00adge\u00admessen knappen, zumeist unvollst\u00e4ndigen Beschreibung. Im Rahmen des MALIS-Projektes (Betreuerin: Prof. Margarete Payer) wird entsprechend die Erst- bzw. teils Neukatalogisierung dieser Altkoreanica nach heutigen Standards angestrebt. Hierzu wird zuerst der Problemkomplex alter koreanischer Drucke hinsichtlich der Formalkatalogisierung erschlossen sowie eine vergleichende Analyse internationaler Praxisbeispiele durchgef\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[22,20,21],"ppma_author":[74],"class_list":["post-295","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized","tag-alte-drucke","tag-altkoreanica","tag-formalerschliessung"],"authors":[{"term_id":74,"user_id":1,"is_guest":0,"slug":"dorotheehofferberth_mp1kr1mf","display_name":"admin","avatar_url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/862479b782e1645f289a7c44dffa4aae19e8ecad3f5f88b8de166de7bce289a0?s=96&d=blank&r=g","0":null,"1":"","2":"","3":"","4":"","5":"","6":"","7":"","8":""}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/295","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=295"}],"version-history":[{"count":28,"href":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/295\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":555,"href":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/295\/revisions\/555"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=295"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=295"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=295"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/ppma_author?post=295"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}