{"id":2510,"date":"2026-06-26T11:27:52","date_gmt":"2026-06-26T11:27:52","guid":{"rendered":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/?p=2510"},"modified":"2026-06-26T11:27:52","modified_gmt":"2026-06-26T11:27:52","slug":"aussortieren-vor-dem-umzug-optimierung-der-aussonderungspraxis-in-der-dioezesanbibliothek-aachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/aussortieren-vor-dem-umzug-optimierung-der-aussonderungspraxis-in-der-dioezesanbibliothek-aachen\/","title":{"rendered":"Aussortieren vor dem Umzug: Optimierung der Aussonderungspraxis in der Di\u00f6zesanbibliothek Aachen"},"content":{"rendered":"<figure style=\"width: 712px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.ibb.co\/jZLbZVyk\/Gillich-Bild1.jpg\" alt=\"\" width=\"712\" height=\"945\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Abbildung 1: Ausgesonderte Medien (Quelle: Kevin Gillich)<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bibliotheken stehen regelm\u00e4\u00dfig vor der Aufgabe, ihre Best\u00e4nde kritisch zu pr\u00fcfen. Besonders dringlich kann die Bestandsdurchsicht dann werden, wenn r\u00e4umliche Ver\u00e4nderungen bevorstehen. Die Di\u00f6zesanbibliothek Aachen sieht sich im Zuge eines Magazinumzugs mit der Situation konfrontiert, dass der vorhandene Magazinbestand die Kapazit\u00e4t des neuen Raums \u00fcbersteigt. Rund 600 laufende Meter \u2013 etwa 18.000 Medien \u2013 m\u00fcssen trotz neuer Compactus-Anlage aus den bestehenden 5.700 Laufmeter Magazinbestand ausgesondert werden.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dieser Zielvorgabe arbeiten sowohl das Kernteam als auch engagierte Unterst\u00fctzungskr\u00e4fte gemeinsam daran, diese Herausforderung zu bew\u00e4ltigen. Im Rahmen des MALIS-Projektes wurde ein Abschnitt der Aussonderung begleitet. Ziel war es zu pr\u00fcfen, welche Materialien und Begleitung es braucht, um eine m\u00f6glichst effiziente Aussonderung in einem gemischten Team aus Bibliothekar*innen und Aushilfskr\u00e4ften zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Rahmen des Projektes wurde ein Aussonderungsleitfaden entwickelt, erprobt und schrittweise optimiert. Der Prototyp des Leitfadens enthielt Hintergrundinformationen, praktische Anleitungen, Aussonderungskriterien und eine Vorlage zur Dokumentation. Ziel war es, die Abl\u00e4ufe so transparent und einheitlich zu gestalten, damit sowohl Mitarbeitende mit geringer zeitlicher Verf\u00fcgbarkeit als auch Unterst\u00fctzungskr\u00e4fte konsistent arbeiten k\u00f6nnen. Bereits erste Erprobungen zu Beginn des Projektes zeigten jedoch, dass eine komprimierte Darstellung der Inhalte geboten ist: Hintergrundinformationen sollten m\u00fcndlich gegeben werden, w\u00e4hrend eine pr\u00e4zise Schritt-f\u00fcr-Schritt-Anleitung von der Aussonderungsentscheidung bis zur Deakzession sowie eine \u00fcbersichtliche Darstellung der Aussonderungskriterien den gr\u00f6\u00dften Nutzen brachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besondere Aufmerksamkeit galt dem Aussonderungskonzept. Es hat sich herausgestellt, dass eine Fokussierung auf die wesentlichen Informationen sowie eine leser*innenfreundliche Darstellung die Kernkriterien f\u00fcr ein gutes Aussonderungskonzept sind. Au\u00dferdem zeigte sich, dass bei einem komplexen, historisch gewachsenen Bestand immer wieder neue Fachgebiete in der Sammlung gefunden werden, die sukzessive in das Aussonderungskonzept zu erg\u00e4nzen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aussonderungsarbeiten durch Aushilfskr\u00e4fte unterst\u00fctzen zu lassen erwies sich als sehr erfolgreich. Insgesamt konnten durch die Unterst\u00fctzungskr\u00e4fte in ungef\u00e4hr 100 Stunden ca. 75 Laufmeter erfolgreich aus dem Bestand ausgesondert werden. Eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten, die M\u00f6glichkeit zu kurzfristigen Absprachen und eine Pr\u00e4senz der Leitung erwiesen sich als Schl\u00fcsselfaktoren f\u00fcr das Gelingen dieses Projektes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuletzt hat es sich als \u00e4u\u00dferst fruchtbar erwiesen, Initiativen aus dem Team Raum zu geben. So wurde auf Betreiben der Mitarbeitenden ein B\u00fcchertisch eingerichtet, in dem ausgew\u00e4hlte Medien gegen eine freiwillige Spende an Nutzer*innen abgegeben werden.<\/p>\n<figure style=\"width: 408px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.ibb.co\/k6M8dJft\/Gillich-Bild2.jpg\" alt=\"\" width=\"408\" height=\"512\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Abbildung 2: B\u00fccher zu verschenken (Quelle: Kevin Gillich)<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Projektzeitraum: Juni 2025 \u2013 Juli 2025<br \/>\nProjektbetreuer*in: Prof. Dr. Simone F\u00fchles-Ubach<\/p>\n<p>Dieser Artikel steht unter der Lizenz <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-sa\/4.0\/\">CC BY-NC-SA<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bibliotheken stehen regelm\u00e4\u00dfig vor der Aufgabe, ihre Best\u00e4nde kritisch zu pr\u00fcfen. 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