{"id":1967,"date":"2024-02-26T08:19:52","date_gmt":"2024-02-26T08:19:52","guid":{"rendered":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/?p=1967"},"modified":"2024-02-26T08:19:52","modified_gmt":"2024-02-26T08:19:52","slug":"ein-erwerbungsprofil-fuer-die-bibliothek-eines-landeskirchlichen-archivs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/ein-erwerbungsprofil-fuer-die-bibliothek-eines-landeskirchlichen-archivs\/","title":{"rendered":"Ein Erwerbungsprofil f\u00fcr die Bibliothek eines Landeskirchlichen Archivs"},"content":{"rendered":"<p><strong>von Christoph Nonnast<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_1968\" aria-describedby=\"caption-attachment-1968\" style=\"width: 664px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Bild10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1968\" src=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Bild10-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"664\" height=\"498\" srcset=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Bild10-300x225.jpg 300w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Bild10-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Bild10-768x576.jpg 768w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Bild10.jpg 1386w\" sizes=\"auto, (max-width: 664px) 100vw, 664px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1968\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 1: Aufstellung der Bibliothek des Landeskirchlichen Archivs in Rollregalen im Magazin (Quelle: Christoph Nonnast)<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Erwerbungsprofile haben viele Vorteile: Sie stellen Transparenz her \u00fcber Selbstverst\u00e4ndnis, Sammelgebiete, Ziele und organisatorische Zust\u00e4ndigkeiten von Bibliotheken. Mitarbeitende, Nutzer*innen und Geldgebende k\u00f6nnen sie gleicherma\u00dfen nutzen. Impliziten Wissen wird explizit gemacht, die Koh\u00e4renz der Erwerbungen bleibt auch bei Personalfluktuation hoch, der Fokus wird auf die zentralen Aufgaben gelenkt. Trotzdem besitzt nur eine Minderheit der deutschen Bibliotheken ein schriftlich fixiertes Erwerbungsprofil. Neben dem Tagesgesch\u00e4ft finden besonders kleine Bibliotheken oft kaum Zeit f\u00fcr konzeptionelle Arbeit. Das Landeskirchliche Archiv der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands in Eisenach hat dagegen f\u00fcr seine Dienstbibliothek in einem mehrstufigen Prozess erstmals ein Profil fixiert und dabei auch gleich den Erwerbungsworkflow optimiert, um die Bibliothek neu aufzustellen und qualitativ zu verbessern.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Anfang stand eine Zielstellung: kein Sammlungs- sondern ein Erwerbungsprofil sollte entstehen, also auf die Zukunft ausgerichtet, nicht auf umfangreiche Korrekturen am vorhandenen Bestand. Au\u00dferdem sollte der Erwerbungsworkflow der kleinen wissenschaftlichen Bibliothek professionalisiert werden, ohne zu arbeitsintensiv zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Weg zu sinnvollen Sammlungsschwerpunkten begann mit der Identifizierung der Zielgruppen der Bibliothek und von deren jeweiligem Informationsbedarf. Als solche definiert, wurden die Mitarbeiter*innen selbst sowie die Benutzer*innen, die bei der Bearbeitung bzw. Benutzung des Archivguts und der im Haus gesammelten historischen Pfarrbibliotheken mit Fachliteratur unterst\u00fctzt werden sollen. Daraus ergab sich eine erste Skizze von relevanten Sachgebieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun folgte eine Reihe methodisch breit gestreuter Schritte, um die Qualit\u00e4t des entstehenden Sammlungsprofils zu verbessern:<\/p>\n<ol>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ol>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ol>\n<li style=\"text-align: justify;\">Schriftliche Befragung von sechs vergleichbaren Institutionen \u2013 gr\u00f6\u00dfere kirchliche Archive sowie Staatsarchive, alle mit angeschlossener Dienstbibliothek \u2013 nach ihren Sammlungs- bzw. Erwerbungsgrunds\u00e4tzen. Alle meldeten sich mit mehr oder minder detaillierten Angaben zur\u00fcck.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">F\u00fchrung von strukturierten Kurzinterviews mit den Mitarbeiter*innen in Archiv, Nutzerbetreuung und Bibliothek zu ihrer eigenen Bibliotheksnutzung und \u2013 mangels detaillierter Nutzungsstatistiken \u2013 derjenigen der Benutzer*innen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Sichtung von Fachliteratur zu Sammlungs- und Erwerbungskonzepten sowie zu Bibliotheken an Archiven.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Recherche zu den Sammlungsschwerpunkten geographisch benachbarter Institutionen, um m\u00f6gliche \u00dcberschneidungen zu identifizieren und parallele Sammelt\u00e4tigkeit zu vermeiden.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Optimierung des Erwerbungsprozesses: Analyse des aktuellen Prozesses und Vergleich mit den best practices der Fachliteratur, die sich allerdings auf gro\u00dfe Bibliotheken beziehen.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund der R\u00fcckmeldungen und Rechercheergebnisse konnte die urspr\u00fcngliche Skizze erweitert, vertieft und z.T. ver\u00e4ndert werden, die inhaltlichen Akzente verschoben sich leicht. Ergebnis war ein voll ausformulierter Entwurf. Dieser wurde an die Hausleitung sowie die Mitarbeiter*innen mit archivischen und bibliothekarischen T\u00e4tigkeiten versendet und schriftliches Feedback zur Verbesserung eingeholt. Das danach nochmals in einigen Punkten abgewandelte fertige Erwerbungsprofil ist inzwischen in Kraft gesetzt und im Intranet hinterlegt worden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Projektzeitraum: Mai 2023 \u2013 September 2023<br \/>\nProjektbetreuer*in: Prof. Dr. Siegfried Schmidt<br \/>\nKontakt: christoph.nonnast@ekmd.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Christoph Nonnast Erwerbungsprofile haben viele Vorteile: Sie stellen Transparenz her \u00fcber Selbstverst\u00e4ndnis, Sammelgebiete, Ziele und organisatorische Zust\u00e4ndigkeiten von Bibliotheken. Mitarbeitende, Nutzer*innen und Geldgebende k\u00f6nnen sie gleicherma\u00dfen nutzen. 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