{"id":1930,"date":"2024-01-29T16:17:02","date_gmt":"2024-01-29T16:17:02","guid":{"rendered":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/?p=1930"},"modified":"2024-01-29T16:17:02","modified_gmt":"2024-01-29T16:17:02","slug":"entwicklung-einer-anleitung-fuer-die-objektfotografie-am-oberschlesischen-landesmuseum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/entwicklung-einer-anleitung-fuer-die-objektfotografie-am-oberschlesischen-landesmuseum\/","title":{"rendered":"Entwicklung einer Anleitung f\u00fcr die Objektfotografie am Oberschlesischen Landesmuseum"},"content":{"rendered":"<p><strong>von Katharina Gucia-Klassen<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_1931\" aria-describedby=\"caption-attachment-1931\" style=\"width: 665px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/abb_1_gucia-klassen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1931\" src=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/abb_1_gucia-klassen-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"665\" height=\"443\" srcset=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/abb_1_gucia-klassen-300x200.jpg 300w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/abb_1_gucia-klassen-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/abb_1_gucia-klassen-768x513.jpg 768w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/abb_1_gucia-klassen.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 665px) 100vw, 665px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1931\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 1: Teaserbild (Quelle: Freepik.com)<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fotos von musealen Objekten in virtuellen Portalen gew\u00e4hren einen Einblick in Museumssammlungen und erm\u00f6glichen kulturelle Teilhabe. Aber auch f\u00fcr die interne Museumsarbeit sind Objektfotos bedeutsam. Sie liefern den Mitarbeiter*innen wichtige Informationen \u00fcber die Sammlung und erm\u00f6glichen die Erschlie\u00dfung und Erforschung von Objekten. Zudem dokumentieren Fotos den Erhaltungszustand der Objekte \u2013 das Vorhandensein von Bildern kann die Objekte sogar sch\u00fctzen, da diese f\u00fcr die Ermittlung von Eigenschaften nicht mehr bewegt werden m\u00fcssen und sicher im Depot verwahrt bleiben. Weitere Nutzen der Fotos bestehen in der Verwendung f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeitsarbeit, auf Webseiten, in Publikationen oder digitalen Sammlungen. Um die Mitarbeiter*innen bei der Anfertigung von Objektfotos zu unterst\u00fctzen, wurde innerhalb des Praxisprojekts eine Anleitung erstellt, die die Arbeitsschritte Schritt f\u00fcr Schritt erl\u00e4utert.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Objektfotografie ist ein wichtiger Bestandteil der Museumsdokumentation. Doch gerade kleineren Museen mit wenigen Mitarbeiter*innen fehlen oft die Ressourcen, um Objektfotos zu erstellen, die den zuvor genannten Anforderungen entsprechen. Nicht nur wird hierf\u00fcr ausreichend Zeit ben\u00f6tigt, auch die technische Ausstattung und Bildbearbeitungssoftware sowie Kenntnisse der Fotografie sind erforderlich. Sind diese Bedingungen nicht gegeben, besteht das Risiko, dass keine oder Fotos in unzureichender Qualit\u00e4t angefertigt werden. \u201eEin Foto ist besser als kein Foto\u201c, k\u00f6nnte man meinen. In gewisser Weise stimmt das, doch auch hier gibt es Unterschiede. Ein unscharfes oder farbuntreues Bild offenbart wenig nutzbare oder verf\u00e4lschte Informationen \u00fcber ein Objekt. Der Aufwand, einzelne Objekte oder gar ganze Sammlungen nachtr\u00e4glich zu fotografieren, ist enorm und erfordert auch organisatorische Vorkehrungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die Sammlung des Oberschlesischen Landesmuseums vor Ort fotografieren zu k\u00f6nnen, wurde im Rahmen eines Projekts eine Fotostation eingerichtet, die aus verschiedenen, flexibel einsetzbaren Modulen besteht. Diese erm\u00f6glichen es, Fotografien \u201eon location\u201c in Ausstellungen zu fotografieren, aber auch Aufnahmen in Depotr\u00e4umen anzufertigen. Damit wurde einerseits auf die r\u00e4umlichen Gegebenheiten reagiert (ein ausreichend gro\u00dfer Raum f\u00fcr die Einrichtung eines Fotostudios war nicht vorhanden) und andererseits m\u00fcssen die Objekte so nicht weit transportiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Prozess der Anfertigung von Fotografien dokumentiert ein Workflow, der im Rahmen des MALIS-Praxisprojekts erstellt wurde. Er beinhaltet die einzelnen Schritte und ber\u00fccksichtig hier schon die Vorbereitung eines \u201eShootings\u201c. Denn der Prozess beginnt nicht erst mit dem Bet\u00e4tigen des Kameraausl\u00f6sers, sondern sollte bestenfalls gut durchdacht sein. Im Vorgang muss eine Auswahl der Objekte getroffen werden (z.B. nach Kriterien wir Gr\u00f6\u00dfe oder Materialbeschaffenheit), um eine effiziente Durchf\u00fchrung zu gew\u00e4hrleisten. Auch sollten die Objekte sortiert und gekennzeichnet werden und das n\u00f6tige Zubeh\u00f6r, wie Graukarten oder Farbkeile, bereitgelegt werden. Im Zuge der Fotografie k\u00f6nnen die Objekte genauer erschlossen werden, wenn Daten fehlen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1932\" aria-describedby=\"caption-attachment-1932\" style=\"width: 666px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/abb_2_gucia-klassen.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1932\" src=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/abb_2_gucia-klassen-300x168.png\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"373\" srcset=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/abb_2_gucia-klassen-300x168.png 300w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/abb_2_gucia-klassen-1024x575.png 1024w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/abb_2_gucia-klassen-768x431.png 768w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/abb_2_gucia-klassen.png 1450w\" sizes=\"auto, (max-width: 666px) 100vw, 666px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1932\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 2: Screenshot eines Videos f\u00fcr die Projektpr\u00e4sentation. Hier zu sehen ist ein Fototisch, der in einer Ausstellung aufgebaut wurde. (Quelle: Katharina Gucia-Klassen)<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Festlegung der technischen Parameter der Fotokamera, wie der Wahl des Dateiformats und des Farbprofils, wurden die Praxisregeln Digitalisierung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Empfehlungen des Deutschen Museumsbunds ber\u00fccksichtigt. Spezifische Aspekte der Fototechnik, die bei der Objektfotografie zu beachten sind, vermittelten u.a. die Video-Tutorials des Museumsverbands des Landes Brandenburg e.V.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein sehr umfangreicher Arbeitsschritt erfolgt nach der Fotografie der Objekte. Die Bilddaten m\u00fcssen sicher gespeichert, ggf. bearbeitet und in Dateiformate konvertiert werden. Dabei muss beachtet werden, dass umfangreiche Bildbearbeitungen nur an der RAW-Datei vorgenommen werden k\u00f6nnen, f\u00fcr die langfristige Speicherung eine TIFF-Datei und f\u00fcr die Webpr\u00e4sentation eine komprimierte JPG-Datei erstellt werden sollen. Der Schritt der Bildbearbeitung umfasst auch die Erstellung der Metadaten f\u00fcr die Bilddatei im IPTC-Format. Diese beinhalten Angaben zur Urheberschaft des Fotos, wie den Namen des Museums und die Nutzungslizenz und Informationen zum Bildinhalt. Diese Angaben k\u00f6nnen in einem Bildbearbeitungsprogramm erg\u00e4nzt werden. Hierf\u00fcr kann eine Metadatenvorlage erstellt werden und die enthaltenen Informationen auf mehrere Bilder angewendet werden. Die IPTC-Metadaten sowie die automatisch gespeicherten EXIF-Daten der Kamera werden bei einem Import der Bilder in die vorhandene Sammlungsdatenbank automatisch ausgelesen und gespeichert. Im letzten Schritt m\u00fcssen alle Bilddateien in einer festgelegten Struktur auf externen Speichermedien gesichert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die Dokumentation des gesamten Prozesses und die an verbreiteten Digitalisierungsstandards orientierte Festlegung von Kriterien, wird die Qualit\u00e4t der Objektfotos gesichert und die nachhaltige Nutzbarkeit erm\u00f6glicht. Die Anleitung soll dazu dienen, dass die Anfertigung von Fotos stets dem festgelegten Ablauf folgt. Zudem kann sie als Instrument des internen Wissensmanagements genutzt werden, indem sie Mitarbeiter*innen das n\u00f6tige Know-How vermittelt und auch bei der Einarbeitung neuer Kolleg*innen unterst\u00fctzen kann. Es wurde darauf geachtet, die Informationen m\u00f6glichst \u201ekompakt\u201c und aufeinanderfolgend darzustellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Anleitung bietet Potenzial f\u00fcr eine Weiterentwicklung und kann bei Bedarf erg\u00e4nzt werden. Hierf\u00fcr bietet es sich an, die Anleitung z.B. in ein Wiki umzuwandeln, sodass die \u00c4nderungen nachverfolgt und zug\u00e4nglich sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Projektzeitraum: Mai 2022 \u2013 August 2023<br \/>\nProjektbetreuer*in: Prof. Dr. Mirjam Bl\u00fcmm<br \/>\nKontakt: katharinagucia@googlemail.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Katharina Gucia-Klassen Fotos von musealen Objekten in virtuellen Portalen gew\u00e4hren einen Einblick in Museumssammlungen und erm\u00f6glichen kulturelle Teilhabe. Aber auch f\u00fcr die interne Museumsarbeit sind Objektfotos bedeutsam. Sie liefern den Mitarbeiter*innen wichtige Informationen \u00fcber die Sammlung und erm\u00f6glichen die Erschlie\u00dfung und Erforschung von Objekten. Zudem dokumentieren Fotos den Erhaltungszustand der Objekte \u2013 das Vorhandensein von Bildern kann die Objekte sogar sch\u00fctzen, da diese f\u00fcr die Ermittlung von Eigenschaften nicht mehr bewegt werden m\u00fcssen und sicher im Depot verwahrt bleiben. Weitere Nutzen der Fotos bestehen in der Verwendung f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeitsarbeit, auf Webseiten, in Publikationen oder digitalen Sammlungen. 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