{"id":1824,"date":"2023-04-27T09:28:18","date_gmt":"2023-04-27T09:28:18","guid":{"rendered":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/?p=1824"},"modified":"2023-04-27T09:28:18","modified_gmt":"2023-04-27T09:28:18","slug":"von-0-auf-144-datenobjekte-zu-kunstreproduktionen-in-wikidata-der-klassische-bilderschatz-des-bruckmann-verlages-im-feldversuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/von-0-auf-144-datenobjekte-zu-kunstreproduktionen-in-wikidata-der-klassische-bilderschatz-des-bruckmann-verlages-im-feldversuch\/","title":{"rendered":"Von 0 auf 144 Datenobjekte zu Kunstreproduktionen in Wikidata &#8211; Der Klassische Bilderschatz des Bruckmann Verlages im Feldversuch"},"content":{"rendered":"<p><strong>von Marta Koscielniak<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_1825\" aria-describedby=\"caption-attachment-1825\" style=\"width: 661px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/M21_PP-Blogbeitrag_Koscielniak_Abb1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1825\" src=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/M21_PP-Blogbeitrag_Koscielniak_Abb1-300x210.jpg\" alt=\"\" width=\"661\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/M21_PP-Blogbeitrag_Koscielniak_Abb1-300x210.jpg 300w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/M21_PP-Blogbeitrag_Koscielniak_Abb1-1024x718.jpg 1024w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/M21_PP-Blogbeitrag_Koscielniak_Abb1-768x538.jpg 768w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/M21_PP-Blogbeitrag_Koscielniak_Abb1.jpg 1107w\" sizes=\"auto, (max-width: 661px) 100vw, 661px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1825\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 1: Blatt aus dem Klassischen Bilderschatz, Bd. 1, und dazugeh\u00f6riges Wikidata-Item (Ausschnitt) (Quellen: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Klassischer_Bilderschatz_Band_01_126.jpg\">Wikimedia Commons<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.wikidata.org\/wiki\/Q116795760\">Wikidata<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Projekt nutzt die Infrastruktur von Wikidata zur Erfassung und Verlinkung von Metadaten zu fotografischen Kunstreproduktionen aus einem historischen Ver\u00f6ffentlichungskontext. Es verfolgte die Ziele, eine Tiefenerschlie\u00dfung des Lieferungswerks <em>Klassischer Bilderschatz<\/em> in die Wege zu leiten und das Material f\u00fcr Datenauswertungen verf\u00fcgbar zu machen. Das Herzst\u00fcck bildet ein in dem Rahmen erarbeitetes Datenmodell. Der erste Batch Upload von 144 Datenobjekten mithilfe des Tools OpenRefine war f\u00fcr mich wie ein Weltraumstart ins Wiki*versum.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Hintergrund des Unterfangens bildeten eigene Forschungen zum <em>Klassischen Bilderschatz<\/em> (und den Ver\u00f6ffentlichungen der Kunsthistorischen Gesellschaft f\u00fcr Photographische Publikationen) am Zentralinstitut f\u00fcr Kunstgeschichte. W\u00e4hrend der zw\u00f6lfj\u00e4hrigen Laufzeit, 1889 bis 1900, verbreitete der Bruckmann Verlag mit dem Bilderschatz insgesamt 1.728 Gem\u00e4ldereproduktionen in einer Auflage von 10.000 &#8211; 12.000 Exemplaren. Ausgehend von Fragen zur Werkauswahl entstand der Bedarf, die dazugeh\u00f6rigen Registereintr\u00e4ge in eine strukturierte, maschinenlesbare Form zu \u00fcberf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Plattform schlug Adrian Pohl, der dieses MALIS-Praxisprojekt betreute, die offene Knowledge Base Wikidata vor. Die Daten k\u00f6nnen darin nicht nur gesammelt und gespeichert, sondern auch zur Nutzung durch andere ver\u00f6ffentlicht und intern wie extern beispielsweise mit Werk(norm)daten oder Thesauri verkn\u00fcpft werden. Der Wikidata Query Service erm\u00f6glicht zudem einfache bis sehr komplexe Abfragen der Daten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von einem OCR-basierten Auslesen des <a href=\"https:\/\/sachsen.digital\/werkansicht\/22669\/5?cHash=f80e79fbd9600a69ada85dd084f819df\"><em>Klassischer Bilderschatz<\/em> Gesamt-Verzeichnisses<\/a> musste ich Abstand nehmen, da sich die Verzeichnisstruktur in Versuchen nicht erhalten lie\u00df. So fiel die Entscheidung auf eine h\u00e4ndische Transkription. Die \u00fcberschaubare Textmenge und die \u2013 nur mit Ausnahme der kleineren Schwesterpublikation <em>Klassischer Skulpturenschatz<\/em> (1897-1900) \u2013 angenommene Singularit\u00e4t des Verzeichnisaufbaus bekr\u00e4ftigten diesen Schritt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem sich die Einarbeitung in die Wikidata-Struktur und dann insbesondere der Abgleich der reproduzierten Werke auf vorhandene Wikidata-Gem\u00e4lde-Items als langwierig herausgestellt hatten, musste das Projekt bald eingedampft bzw. die Projektdimension erneut an den gesetzten Rahmen angepasst werden: Ein Upload der 144 Reproduktionen des ersten Bandes von 1889 sollte innerhalb der Projektlaufzeit von f\u00fcnfeinhalb Monaten den Anfang machen. H\u00f6chst erfreulich war, dass durch die Unterst\u00fctzung von Christian Erlinger (<a href=\"https:\/\/www.wikidata.org\/wiki\/Q61943025\"><em>Die Datenlaube<\/em><\/a>) und <a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Benutzer:A._Wagner\">Andreas Wagner<\/a> die <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/Category:Klassischer_Bilderschatz_Band_01\">Einzelbl\u00e4tter<\/a> eines auf Commons verf\u00fcgbaren Scans des Getty Research Institute extrahiert, hochgeladen und mit den neuen Reproduktions-Items verkn\u00fcpft werden konnten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1826\" aria-describedby=\"caption-attachment-1826\" style=\"width: 661px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/M21_PP-Blogbeitrag_Koscielniak_Abb2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1826\" src=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/M21_PP-Blogbeitrag_Koscielniak_Abb2-300x208.jpg\" alt=\"\" width=\"661\" height=\"458\" srcset=\"https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/M21_PP-Blogbeitrag_Koscielniak_Abb2-300x208.jpg 300w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/M21_PP-Blogbeitrag_Koscielniak_Abb2-1024x710.jpg 1024w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/M21_PP-Blogbeitrag_Koscielniak_Abb2-768x532.jpg 768w, https:\/\/malisprojekte.web.th-koeln.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/M21_PP-Blogbeitrag_Koscielniak_Abb2.jpg 1170w\" sizes=\"auto, (max-width: 661px) 100vw, 661px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1826\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 2: Datenmodell zum Klassischen Bilderschatz in Wikidata, Stand 02\/23 (Quelle: Marta Koscielniak)<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die in Wikidata publizierten, gespeicherten und verlinkten Daten bilden nun eine erste Basis f\u00fcr quantitative Untersuchungen und sp\u00e4tere Visualisierungen. Im Fazit zeigt sich, dass a) sich Wikidata als flexible Datenbank zwar f\u00fcr die Zwecke dieses Versuchs eignet, aber b) beim Verlinken in vorhandenen Items immer wieder Inkonsistenzen, beispielsweise durch von Bots generierte Fehler, auffielen und es Aufr\u00e4um- oder Diskussionsbedarf gibt. Es wird spannend zu sehen, inwiefern der kleine Anwendungsfall \u00fcberlebensf\u00e4hig bleibt oder weitere Transformationen durchlaufen wird \u2013 auch unter dem Korrektiv der Wikidata-Community und wenn sich zuk\u00fcnftige Forschungsfragen daran stellen. Mit diesem Projekt wurde das erste Etappenziel erreicht: ein Proof of Concept auf Basis des ersten Jahrgangs des Bilderschatzes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Projektzeitraum: September 2022 bis Februar 2023<br \/>\nProjektbetreuer*in: Adrian Pohl<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Marta Koscielniak Das Projekt nutzt die Infrastruktur von Wikidata zur Erfassung und Verlinkung von Metadaten zu fotografischen Kunstreproduktionen aus einem historischen Ver\u00f6ffentlichungskontext. Es verfolgte die Ziele, eine Tiefenerschlie\u00dfung des Lieferungswerks Klassischer Bilderschatz in die Wege zu leiten und das Material f\u00fcr Datenauswertungen verf\u00fcgbar zu machen. Das Herzst\u00fcck bildet ein in dem Rahmen erarbeitetes Datenmodell. 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